Spanien Reiseführer - Andalusien Sehenswürdigkeiten

Andalusien Reiseführer

Andalusien - Spaniens sonniger Süden

Strand in Spanien bei Marbella
Strand bei Marbella

Andalusien - Im Süden von Spanien

Andalusien ist die südlichste Region des spanischen Festlandes. Im Süden von Spanien, an der Meerenge von Gibraltar, trifft Europa auf Afrika, sowie der Atlantische Ozean auf das Mittelmeer. Afrika ist nur 14 km entfernt. Die südlichste Stadt Andalusiens ist Tarifa, die Überfahrt mit der Fähre von Tarifa nach Marokko dauert weniger als 1 Stunde.

Andalusien ist hierzulande berühmt, aufgrund der schönen Strände, dem milden mediterranen Klima, dem Stierkampf und dem feurigen Flamenco.

Das vielseitige Andalusien hat aber noch viel mehr zu bieten: die Gipfel der Sierra Nevada, die prachtvollen Nasridenpaläste der Alhambra in Granada, die Mezquita in Cordoba, die typisch weißen Dörfer, den Sherry und die Tapas Bars, Tropfsteinhöhlen und Höhlenwohnungen, die Wüste Tabernas in der Provinz Almeria und und und ...

Andalusien ist wahrscheinlich die abwechslungsreichste Region in Spanien, wobei die Provinz Granada, die vermutlich größte Vielfalt bietet. Die rauen, schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada und Granadas Topische Küste "Costa Tropical" mit Palmen, Orangen- und Mangobäumen könnten kaum unterschiedlicher sein, sind aber nur wenige Autostunden voneinander entfernt.

Sehenswürdigkeiten - Mezquita de Cordoba
Maurische Baukunst - Mezquita de Cordoba
Sehenswürdigkeiten - Alhambra in Granada
Maurische Prachtbauten - Alhambra in Granada

Andalusien - Maurische Baukunst in Spanien

Andalusien ist die spanische Region, in der sich Morgen- und Abendland begegnen und sich die verschiedenen Kulturen miteinander vermischen.

Im Jahr 711 drangen Araber und Berberstämme, aus Marokko und den endlosen Weiten der Sahara, in das christliche Spanien ein und eroberten große Teile Spaniens. Bis auf die bergigen Regionen in Nordspanien, in Galicien, Asturien und dem Baskenland, wo die Mauren auf heftigen Widerstand stießen, befand sich ganz Spanien unter maurischer Herrschaft. Die Mauren nannten ihr neues Reich Al - Andalus und riefen im Jahr 928 das Kalifat Al - Andalus, mit Cordoba als Hauptstadt aus. Die maurische Herrschaft über Andalusien dauerte fast 800 Jahre und hat den Süden Spaniens nachhaltig geprägt.

Die Zeit der maurischen Herrschaft, wird im Allgemeinen, als die Blütezeit Andalusiens bezeichnet und war der Höhepunkt maurisch - arabischer Baukunst. Die verschiedenen Kulturen und Religionen lebten größtenteils friedlich miteinander und es wurden Prachtbauten wie die Mezquita in Cordoba gebaut.

Im Jahr 1492, dem Jahr als Christoph Kolumbus für Spanien Amerika entdeckte, eroberten die Christen (Reconquistadores) den Süden Spaniens zurück. Die Mauren wurden mit erbarmungsloser Härte aus Andalusien vertrieben und mussten ihr heißgeliebtes Al - Andalus für immer verlassen.

Nach der Vertreibung der Mauren begann in Spanien die fast 350 jährige Schreckensherrschaft der heiligen spanischen Inquisition. Während der Zeit der Inquisition mussten Mauren und Juden zum Christentum konvertieren oder Spanien verlassen. Gelehrte, sowie einfache Bürger, die nur öfters badeten, keinen Alkohol tranken oder kein Schweinefleisch aßen wurden von der heiligen Inquisition mit großem Mistrauen beäugt und der Ketzerei bezichtigt. Die Zeit der heiligen Inquisition war somit auch keine gute Zeit für Abstinenzler und Vegetarier.

Heutzutage trifft man in vielen Teilen von Andalusien immer noch auf Hinterlassenschaften der maurischen Kultur. Die bekanntesten Überbleibsel dieser Zeit sind die prachtvolle Alhambra in Granada und die wunderschöne Mezquita in Cordoba. Weiterhin brachten die Mauren Nutzpflanzen, Gewürze und Früchte wie Orangen, Aprikosen, Artischocken, Feigen, Mandeln, Reis und Zuckerrohr nach Spanien, welche in der sehr guten andalusischen Küche noch heute ein fester Bestandteil sind.

Der Namensteil "de la Frontera" (spanisch für: an der Grenze), den viele Städtenamen beigefügt wurde, erinnert noch an die Herrschaftszeit der Mauren. So waren Städte wie Conil und Jerez Grenzstädte und wurden damals umbenannt in Conil de la Frontera und Jerez de la Frontera.

Tänzerin in Spanien
Flamenco Show

Flamenco - Andalusiens feurige Tradition

Andalusien gilt als die Heimat des Flamencos. Der für Andalusien typische Tanz entstand im 13. Jahrhundert, während der Herrschaft der Mauren und wurde in dieser Zeit von Mauren und Zigeuner geprägt.

Im Flamenco gibt es viele verschiedene Stilrichtungen, die sich in Takt, Rhythmus und Stimmung teilweise sehr unterscheiden. Der Flamenco ist mal melancholisch, mal temperamentvoll und rasant und manchmal sogar heiter.

Eine weitverbreitete Stilrichtung des Flamencos ist die Soleá, die teilweise sehr melancholisch ist.

Die Stilrichtung Alegrías (spanisch für: Freude) hingegen ist ein fröhlicher Tanz. Alegrías stammt aus Cadiz und gibt die Lebensfreude der Einwohner dieser Region wieder.

Die Lieder im Flamenco handeln oft über nicht erwiderte Liebe, Leid, Trauer und Tod. Der Flamenco ist eine Art seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen und die Seele sprechen zu lassen.

Und die Tradition lebt! Flamenco ist in Andalusien bei allen Generationen beliebt. In ganz Andalusien wird auf den verschieden "Ferias" - Volksfesten den ganzen Abend bis spät in die Nacht Flamenco zelebriert.
Die größte Feria Andalusiens "Feria de Abril", findet jedes Jahr in Sevilla statt.

Spaniens blutige Tradition
Stierkampf in Spanien

Stierkampf in Andalusien

Der Stierkampf hat eine lange Tradition in Andalusien. In den meisten andalusischen Städten können die historischen Stierkampfarenen besichtigt werden. In der Stadt Ronda befindet sich Spaniens älteste Stierkamparena, der Ursprung des Stierkampfs in Spanien.

Die Stierkämpfer "Torreros" oder "Matadore" werden teilweise frenetisch in den vielen andalusischen Stierkampfarenen gefeiert und verehrt. Der Beruf des Matadors gilt für viele andalusische Kinder als Traumberuf und so gibt es in Andalusien mehrere Stierkampfschulen. Die Kinder trainieren in diesen Schulen, mit viel Show und Gestik, teilweise bereits mit 6 Jahren das kunstvolle Töten an einem Holzstier.

Beim Stierkampf macht nicht etwa das rote Tuch den Stier wütend, sondern die Gesten des Matadors. Der Stier selbst ist farbenblind und kann nicht zwischen den einzelnen Farben unterscheiden. Das Tuch des Stierkämpfers war ursprünglich nicht rot, sondern weiß. Aufgrund der häßlichen Blutflecken auf dem weißen Tuch wurden die Tücher dann rot gefärbt.

Der zunehmend umstrittene Stierkampf ist allerdings in ganz Spanien auf dem Rückgang, die Zuschauerzahlen sind rückläufig. Stierkämpfe sind in der Region Katalonien seit dem 1. Januar 2012 verboten.

Spaniens wichtigstes religiöse Fest
Semana Santa Prozession in Spanien

Semana Santa - Andalusiens mystische Tradition

Semana Santa, die heilige Woche, ist das wichtigste religiöse Fest in Andalusien und in ganz Spanien. Die Semana Santa dauert vom Palmsonntag bis zum Ostersonntag. Während dieser Tage wird der Leidensgeschichte Jesus Christi, sowie seiner Kreuzigung gedacht.

Während der Semana Santa tun die spanischen Christen Buße. Die Prozessionen sind eine alte spanische Tradition, hierbei verschleiern sich die Büßer, um anonym zu bleiben.

Teilweise barfuß, mit brennenden Kerzen, langen Gewänder und spitzen Kapuzen, wirken die Büßer ein wenig unheimlich und geheimnisvoll. Einige der Büßer tragen eiserne Ketten und geißeln sich. Die Büßer verkörpern tiefe religiöse Hingabe.

In den meisten andalusischen Orten finden zahlreiche Prozessionen statt. Die Büßer - Prozessionen sind heutzutage ein religiöses Straßenspektakel und ziehen Besucher aus Spanien und der ganzen Welt an. Die größten Prozessionen finden in Sevilla, Granada und Cordoba statt. Während dieser Zeit ist es nur schwer kurzfristig ein freies Zimmer zu bekommen und man sollte daher rechtzeitig ein Hotel buchen.

Bar in Spanien
gutbesuchte Bar in Spanien
Tapas Bar

Tapas - Andalusiens leckere Tradition

In andalusischen Tapas Bars bekommt man kleine Appetithäppchen zum Glas Wein oder Bier serviert, sogenannte Tapas. Diese kleinen Köstlichkeiten werden oft gratis und ohne Bestellung zum alkoholischen Getränk gereicht.

Es ist nicht immer ersichtlich ob die Tapas kostenlos, bzw. im Preis vom Getränk enthalten sind. Dies hängt von der Region und der Tapas - Bar ab. In Granada und in den ländlichen Regionen Andalusiens sind Tapas meistens gratis, in den größeren Touristenregionen in Spanien kostet eine Tapa hingegen um die 2 Euro. Die Tapas, die ohne eine Bestellung serviert werden, sind üblicherweise kostenlos. Einige Bars werben auf der Straße mit Gratis - Tapas Schildern.

Viele Bars haben nur Stehplätze, sind meistens rappelvoll und es herrscht eine authentisch andalusische Atmosphäre. In einigen Regionen Andalusiens gehört es zum guten Ton, Servietten und Reste von Tapas, nach dem Verzehr, einfach auf den Boden zu werfen. Wenn man am nächsten Tag, bevor die Bars ausgefegt werden, einen Spaziergang durch die Stadt macht, so kann man einige Tapas - Bars sehen, in denen die Fußböden voll mit Servietten, kleinen Fischgräten und andern Lebensmitteln sind. Diese Bars sind oft diejeigen, die bei den Einheimischen beliebt sind, gut besucht werden und sind oft die besten Tapas Bars in der Stadt.

Die andalusische Küche ist sehr gut und abwechslungsreich. Die Tapas in den unterschiedlichen Regionen Andalusiens sind teilweise recht unterschiedlich. Viele Bars haben in ihrer Theke eine Glasvitrine, wo man die Tapas sehen und auswählen kann.

In Andalusien kann man abends richtig gut Tapas - Essen gehen. Viele Spanier trinken kleine Biere "caña", und bekommen dann jedesmal zum Bier eine Tapa serviert. Da die Tapas manchmal recht groß sind, ersetz das Tapas - Essen oft das Abendbrot.

Mit dem Tapas - Essen, kann man sehr gut die andalusische Küche, sowie Land und Leute kennen lernen.

Kühe am Strand in Spanien
weisses Dorf in Andalusien

Urlaub in Andalusien

Das temperamentvolle Andalusien gilt als sichere und günstige Reiseregion im Süden von Spanien und bietet aufgrund der großen Vielfalt Urlaubsmöglichkeiten für fast jeden Geschmack.

Die meisten Touristen verbringen ihren Urlaub an der andalusischen Mittelmeerküste „Costa del Sol“ mit dem milden mediterranen Klima, den Sandstränden und den relative warmen kristallklaren Wasser. Die Städte Benalmadena, Nerja, Estepona, Marbella und Torremolinos bieten die besten Voraussetzungen für einen tollen Badeurlaub.

Die andalusische Atlantikküste „Costa de la Luz“ mit den Badeorten Tarifa und Conil de la Frontera bieten ebenfalls beste Bedingungen für einen schönen Urlaub und mit den langen weiten Sandstränden wohl die schönsten Strände in ganz Andalusien. Die Atlantikküste ist im Vergleich zur Mittelmeerküste nicht so stark besucht und bietet teilweise noch unverfälschten andalusischen Charme.

Eine der besten Möglichkeiten Andalusien zu entdecken, ist eine Rundreise durch Andalusien mit dem Mietwagen. Städtereisen in die sehenswerten Städte Sevilla, Malaga, Granada, Cordoba, Cadiz, Ronda und Jerez de la Frontera bieten viel Kultur, viele Sehenswürdigkeiten, den andalusischen Charme und die andalusische Lebensfreude, wobei die Städte Malaga und Cadiz ideal sind, um Städtereisen und Badeurlaub zu kombinieren.

Auch Naturfreude kommen in Andalusien voll auf ihre Kosten. Das mediterrane Hochgebirge Sierra Nevada ist ideal für Bergsteigen, Skifahren, Wandern und Trekking - Urlaub. Wandern und Trekking – Fans finden auch sehr gute Bedingungen in den Provinzen Jaen und Almeria an der Cabo de Gato. In der Provinz Almeria befindet sich mit der Wüste Tabernas ein weiteres Highlight mit Europas einziger Wüste. Der Nationalpark Coto de Doñana in der Provinz Huelva ist ideal für Ornithologen und Tierfreunde im Allgemeinen.

Absolut sehenswert ist weiterhin die britische Kronkolonie Gibraltar im Süden von Spanien. Die britische Lebensart in Gibraltar unterscheidet sich erheblich zu der andalusischen Lebensart im benachbarten Andalusien. An der Meerenge von Gibraltar begegnen sich nicht nur Spanien und Großbritannien, sondern auch das Mittelmeer und der Atlantische Ozean, sowie Europa und Afrika. Weiterhin ist Gibraltar der einzige Ort in Europa, wo es freilebende Affen gibt.

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