Cordoba Reiseführer - Sehenswürdigkeiten

Strand Spanien

Reiseführer - Altstadt von Cordoba

Cordoba - charmante, historische Stadt am Ufer des Guadalquivir

Pferdekutsche in Cordobas Altstadt
Pferdekutsche vor der Mezquita de Cordoba
Eine der größten Sehenswürdigkeiten Cordobas - La Mezquita
Das prachtvolle Erbe der Mauren: La Mezquita de Cordoba
Reiseführer - Maurische Rundbögen
Friedlich Vereint: Maurische und Christliche Baukunst

Cordoba - historische Altstadt mit vielen Sehenswürdigkeiten

Cordoba ist mit 330.000 Einwohnern die Hauptstadt der gleichnamigen andalusischen Provinz. Die Stadt liegt malerisch am Ufer des Guadalquivir, der von einer alten, wunderschönen Römischen Brücke überquert wird. Die Altstadt Cordobas ist von einer sehr gut erhaltenden Stadtmauer umgeben.

Die geschichtsträchtige Stadt wurde im Jahr 169 vor Christus von den Römern gegründet und war in den Jahren von 711 bis 1236 von den Mauren besetzt.

Cordoba wurde im Jahr 928 zur Hauptstadt des Kalifat Al - Andalus ausgerufen. Während der Zeit der Dynastie der Umayyaden entwickelte sich die Stadt zum kulturellen und intellektuellen Zentrums Spaniens und ganz Europas. In der Medizin, der Mathematik, der Astronomie und der Wissenschaft wurden große Errungenschaften erzeilt und Christen, Juden und Mauren lebten größtenteils friedlich und harmonisch miteinander.

Cordoba entwickelte sich zu einer sehr reichen Stadt mit geschätzten 500.000 Einwohnern, was für damalige Zeiten, in denen Paris keine 50.000 Einwohner zählte, enorm war. In dieser Zeit wurden zahlreiche Moscheen, Badehäuser, Schulen, eine bedeutende Bibliothek, sowie mehrere Krankenhäuser gebaut.

Doch das junge Kalifat zerfiel bereits im Jahr 1031 und es begann eine Zeit, die geprägt war durch Machtkämpfe, das friedliche Miteinander der verschieden Kulturen in Al - Andalus war beendet. Maurische Stämme bekämpften sich gegenseitig und aus dem Norden Spaniens drangen die christlichen Rückeroberer (Reconquistadores) immer weiter in den Süden Spaniens vor.

Heutzutage ist Cordoba eine typische andalusische Stadt, bekannt für Flamenco, Stierkampf, den großen Osterprozessionen während der Semana Santa, sowie der Lebensfreude seiner Einwohner. An die ruhmreiche Zeit der Umayyaden erinnern viele Bauwerke und Ausstellungen, das wohl bekannteste Erbe der maurischen Herrschaft ist die prachtvolle Moschee "Mezuqita de Cordoba", sowie die Ruinenstadt Medina Azahara.

La Mezquita de Cordoba - ein Märchen aus Tausend und einer Nacht

Der Ort auf dem die Mezquita de Cordoba gebaut wurde, hatte schon immer eine große religiöse Bedeutung. Am Anfang stand an diesem Ort ein römischer Tempel auf dessen Ruinen die Basilika San Vicente Mártir gebaut wurde. Unter maurischer Herrschaft wurde die Basilika von Mauren und Christen über 50 Jahre gemeinsam genutzt. Im Jahr 786 kaufte der maurische Emir Abd ar-Rahman I. die Basilika den Christen ab, ließ die Basilika zerstören und errichtete auf den Grundmauern der Basilika eine wunderschöne Moschee, la Mezquita de Cordoba.

Im Jahr 1236, nach der Vertreibung der Mauren aus Cordoba, wurde die Moschee christlich geweiht. Im Jahr 1523 ließ Kaiser Karl V., Sohn von Philipp dem Schönen und Johanna der Wahnsinnigen, innerhalb der Moschee eine prunkvolle Kathedrale erbauen. Dieses Bauwerk ist einzigartig auf der Welt, eine riesige Kathedrale innerhalb einer noch viel größeren Moschee. Die Mezquita de Cordoba hinterlässt auf die meisten Besucher einen bleibenden Eindruck.

Die Mezquita de Cordoba ist das Wahrzeichen von Cordoba, eine der schönsten Hinterlassenschaften der Mauren und ein Zeugnis der fantastischen maurischen Baukunst. In der Mezquita wurden hunderte von prachtvollen Säulen und Rundbögen, sowie große Räume mit kunstvoll verzierten Decken erbaut. Die Mezquita ist zum Träumen schön und erinnert an ein Märchen aus Tausend und einer Nacht.

Sehr zu empfehlen ist das Besteigen des Glockenturmes der Mezquita de Cordoba, vom 40 Meter hohen Aussichtspunkt hat man eine traumhafte Aussicht auf die Stadt.

Cordoba - Top Sehenswürdigkeiten
Gartenanlage des Alcazar

Alcazar de los Reyes Cristianos

Der Palast Alcazar de los Reyes Cristianos wurde im Jahre 1328, nach der Vertreibung der Mauren aus Cordoba, auf den Ruinen eines maurischen Palastes gebaut und diente den katholischen Königen als Residenz. Im Jahr 1492 warb hier Christoph Kolumbus bei den katholischen Königen Ferdinand und Isabella für seine Westfahrt nach Indien und legte somit den Grundstein für die Entdeckung Amerikas. Bis zu seinem Tod im Jahr 1506 glaubte Christoph Kolumbus, dass er einen neuen kürzeren Handelsweg nach Indien entdeckt hatte.

Während der finsteren Zeiten der heiligen Inquisition diente der Alcazar als Kerker und Gerichtsgebäude.

Im Palast ist eine sehenswerte Ausstellung römischer Mosaiken und weiterer Ausgrabungen zu sehen. Der Aufstieg auf einen der Türme, ist wegen der herrlichen Aussicht auf Cordoba, zu empfehlen. Die meisten Erklärungen im Palast sind in spanischer Sprache gehalten, sollte man der spanischen Sprache nicht mächtig sein, so empfiehlt es sich einen Cordoba Reiseführer von zu Hause mitzunehmen.

Die wunderschöne Gartenanlage ladet, besonders während der Blüte im Frühling und im Sommer, zum Verweilen ein. Das Gartengelände ist von hohen Mauern umgeben und ist in 3 Terrassen aufgeteilt. Im Garten sind ein wunderschöner Rosengarten, sowie mehrere heimische Pflanzen, wie Palmen, Zitronen- und Orangenbäume, zu bewundern. Die hübschen Wasserspiele, Teiche und Springbrunnen sind absolut sehenswert.
In der Anlage sind mehrere Skulpturen von verschiedenen Monarchen zu sehen, wobei auch das Treffen zwischen Christoph Kolumbus und den Katholischen Königen Ferdinand und Isabella nachgestellt wurde.

Plaza in Cordobas Altstadt
Plaza de Juderia

La Juderia Cordoba - das alte Judenviertel

La Juderia ist das alte Judenviertel Cordobas, in dem eine gute erhaltende Synagoge noch an diese Epoche erinnert. In unmittelbarer Nähe der Synagoge befindet sich das kleines Museum "Casa de Sefarad", in dem man viel über die Geschichte der Juden in Spanien erfahren kann. Die Juden lebten geduldet und isoliert von der Außenwelt in der Juderia.

Im Jahr 1492, dem Jahr als Christoph Kolumbus Amerika entdeckte und die Mauren aus Spanien vertrieben wurden, mussten alle Juden Spanien verlassen oder zum Christentum konvertieren. Während dieser Schreckensherrschaft wurden Juden, die nicht konvertierten von der heiligen spanischen Inquisicion erbarmungslos verfolgt, gefoltert und ermordet.

Heutzutage ist das ehemalige Judenviertel eine Touristenattraktion. Das historische Viertel ist ein Labyrinth aus schmalen, engen Gassen, in dem man schnell die Orientierung verlieren kann. Die Gassen und Hinterhöfe (patios) des Viertels sind wunderschön mit Blumen geschmückt. Weiterhin gibt es mehrere kleine Geschäfte, Cafés, Tapas-Bars und Souvenirgeschäfte. Abends ist das Viertel recht lebhaft und ideal zum Flanieren. An der Stadtmauer befindet sich das "Puerta del Almodóvar", das alte, historische Eingangstor zum Viertel La Juderia.

Weitere Sehenswürdigkeiten Cordoba

Top Sehenswürdigkeiten Cordoba
Blick vom Calahorra Tower auf die Römische Brücke
Museum Cordoba
Folterwerkzeuge der heiligen spanischen Inquisition

Flamenco Show - Tablao El Cardenal

Das Tablao El Cardenal befindet sich in der Calle Torrijos nur wenige Meter von der Mezquita de Cordoba entfernt. Im Tablao El Cardenal werden traditionelle, sehr professionelle Flamenco - Shows aufgeführt. Die fantastischen, gutbesuchten Shows dauern in der Regel 90 Minuten und sind mit Gesang, Tanz und Gitarre.

Die Show beginnt um 22:30, der Eintritt kostet ca. 23 Euro. Im Gebäude darf nicht geraucht werden.

Calahorra Tower an der römischen Brücke

Der Calahorra Tower befindet sich am Ende der römischen Brücke von dessen Turm man einen schönen Ausblick über den Fluß Guadalquivir und der Stadt Cordoba hat.

Im Calahorra Tower ist ein sehenswertes Museum, welches interessante Informationen über die Geschichte Spaniens und insbesondere Andalusiens zur Zeit der maurischen Herrschaft bietet. Das Zusammenleben der unterschiedlichen Kulturen und Religionen, der Mauren, Christen und Juden wird im Museum erläutert.

Maurische Ruinenstadt Medina Azahara

Die Umayyaden erbauten im Jahr 936, währdend der Blütezeit des Kalifat Al - Andalus, die Palaststadt Medina Azahara, welche sich knapp 10 km westlich von Cordoba befindet. Tausende von Arbeitern erbauten die prunkvolle Stadt in knapp 25 Jahren, doch bereits im Jahr 1010, keine 75 Jahre nach Beginn und nur 50 Jahre nach Vollendung der Bauarbeiten, wurde die prachtvolle Kalifenstadt von feindlichen maurischen Stämmen eingenommen und zerstört.

Im Laufe der Zeit verfiel die Stadt immer weiter, wurde vom Staub der Geschichte bergraben und geriet in Vergessenheit. Erst am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Ruinenstadt von Archäologen wiederentdeckt und teilweise freigelegt.

Heutzutage lässt sich noch die Herrlichkeit der heute denkmalgeschützten Stadt erahnen, die prachtvollen Paläste und Moscheen jener Zeit müssen beeindruckend gewesen sein. Sehenswert ist der restaurierte Saal "Salón Rico" - der reiche Saal.

Museum - Galería de la Inquisicion

Das Museum liegt in Cordobas Altstadt zwischen der Mezquita de Cordoba und der Juderia. Das Museum ist eine grauenvolle Ansammlung von Folterwerkzeugen, die während der Zeit der heiligen Inquisition benutzt wurden und offenbart die Abgründe der menschlichen Seele. Das Museum ist nichts für schwache Nerven und für Kinder nicht geeignet.
Eintritt ca. 3 Euro.

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