Granada Reiseführer - Sehenswürdigkeiten, Alhambra, Generalife

Reiseführer Andalusien

Reiseführer Alhambra

Granada, historische Stadt mit monumentaler Festungsanlage Alhambra

Altstadt Granada
Kathedrale von Granada

Granada - lebhafte Stadt mit prachtvoller Festung Alhambra

Granada ist mit 235.000 Einwohnern die Hauptstadt der gleichnamigen andalusischen Provinz. Die Stadt Granada liegt idyllisch am Fuße der Sierra Nevada und selbst auf einer mittleren Höhe von 700 m über dem Meeresspiegel.

Granada wurde im Jahre 711 von den Mauren erobert und erst 1492, als letzte spanische Stadt, von den Christen zurückerobert. Aufgrund der langen maurischen Herrschaft über Granada, verspürt man ein besonderes arabisches Flair, einen zarten Hauch des Morgenlandes in einen der vielen orientalischen Basaren oder Teestuben im Altstadtviertel Albaicín.

Granada ist berühmt für die maurische Festungsanlage Alhambra, den prachtvollen Prozessionen während der Semana Santa, den malerischen Plätzen, der Lebensfreunde seiner Einwohner, sowie den Flamenco, der hier besonders leidenschaftsvoll zelebriert wird.

Die Tapas Bars in Granada haben landesweit einen sehr guten Ruf, die Atmosphäre in den Tapas Bars ist einmalig. In Granadas Tapas Bars wird üblicherweise zum Bier oder zum Glas Wein eine Tapa serviert, diese Tapas sind meistens gratis zum alkoholischen Getränk. Die Bewohner Granadas gehen oft Tapas - Essen, trinken kleine Biere "cañas" und bekommen jedesmal zum Bier köstliche Tapas serviert.

Alhambra
Alhambra mit der Sierra Nevada im Hintergrund
Garten der Alhambra
Garten der Alhambra
Eine der größten Sehenswürdigkeiten Granadas - Alhambra
Garten - Sommerpalast Generalife

Alhambra - Granadas maurische Festungsanlage

Die Festung Alhambra thront hoch oben über der Stadt Granada und liegt malerisch zwischen Granada und den Bergen der Sierra Nevada.

Im Jahr 1238 war die Provinz Granada von Mauren, vom Volk der Nasriden, besetz. Der Emir von Granada, Mohammed I, ließ die Alhambra auf dem Sabikah - Hügel auf einer bereits bestehenden, maurischen Festungsanlage bauen. Die alte Festungsanlage wurde ummauert und 37 Türme wurden in die Festungsmauer integriert, der größte Wehrturm "Torre Velo" ragt 40 Meter in die Höhe. Die Alhambra sollte Macht demonstrieren und die Bewohner Granadas, sowie Besucher der Stadt imponieren und einschüchtern.

In den nächsten 250 Jahren wurde die Anlage vom jeweiligen herrschenden Emir erweitert und innerhalb der Festungsanlage wurden prachtvolle Paläste erbaut, die Nasriden - Paläste (Palacios Nazaries).

Die Alhambra wurde zum Zweck der Verteidigung gebaut, da christliche Armeen aus dem Norden Spaniens immer weiter in den Süden vordrangen. Obwohl die Alhambra aus der Not erbaut wurde, wurde die Alhambra perfekt, prachtvoll und so liebevoll im Detail gebaut, dass sie in ihrer Schönheit einzigartig ist.

Die Mauren konnten sich der Übermacht an christlichen Armeen von Kreuzrittern nicht dauerhaft erwehren. Nach jahrelanger Belagerung, kapitulierte am Neujahrstag des Jahres 1492, der letzte maurische Herrscher Boabdil. Die Stadt Granada wurde an die katholischen Könige Isabella und Ferdinand kampflos übergeben. Boabdil soll bei der Kapitulation geweint haben, woraufhin seine Mutter ihn angefaucht haben soll, warum er wie ein Weib weine und nicht wie ein Mann kämpfe. Die Nasriden mussten Granada und die wundervolle Alhambra für immer verlassen. Boabdil und seine Mutter gingen nach Marokko und verschwanden fast komplett aus den Geschichtsbüchern. Boabdil soll am Hof des Sultan gelebt und gedient haben und in einer bedeutungslosen Schlacht gestorben sein.

Die beiden kastilischen Könige Isabella und Ferdinand, bekamen den Namensanhang "die katholischen Könige" (los Reyes Católicos). Nach ihrem Ableben wurden Isabella und Ferdinand in der Gruft der Alhambra beigesetzt.

Im Jahr 1527 ließ der Habsburger Karl V. (1519 - 1556), Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, Teile der Alhambra einreißen und einen Palast erbauen. Der Palast, mit großem rundem Innenhof, bildet allerdings einen Stilbruch innerhalb der Alhambra und reicht nicht an die Baukunst der Mauren heran. Der Palast Karls V. wurde nie fertiggestellt, da in jener Zeit der Fokus von Granada auf die neu endeckten Länder Amerikas wechselte. Kaiser Karl V. betonte die Größe seines Reiches mit dem historischen Satz, "Die Sonne geht in meinem Staat nie unter".

Die malerischen Nasridenpaläste, der Löwenhof, die wunderschönen Gärten sind die Hauptattraktionen der Alhambra. Das geniale Bewässerungssystem der Alhambra ist beindruckend, so wird die Festung und die Gärten über einem 6 km langen Kanal ständig mit frischem Bergwasser aus der Sierra Nevada versorgt. Die Gärten mit Teichen, Zypressen, Orangen- und Granatapfelbäumen sind wunderschön. Von der Alhambra hat man eine fantastische Aussicht auf die Stadt Granada und die Sierra Nevada.

Die Alhambra gilt als eine der größten Sehenswürdigkeiten Andalusiens und ist eine der meistbesuchten Touristenattraktionen Spaniens. Der Besucherandrang auf die Alhambra ist immens. Die Besucherzahlen der Alhambra und der Nasridenpaläste sind begrenzt, teilweise ist es schwierig Eintrittskarten vor Ort zu besorgen. Es empfiehlt sich, die Eintrittskarten im Vorfeld bereits von zu Hause zu kaufen.

Generalife - Sommerresidenz der maurischen Herscher

Der malerische Sommerpalast Generalife befindet sich etwas nordöstlich der Alhambra. In den hübschen Gärten der Generalife befindet sich der Acequia - Hof mit schönen Teichen, Brunnen und Wasserspielen. In den wunderschönen Gärten der Generalife sind viele Hecken, großen Zypressen und zur Blütezeit ein Meer aus bunten Blumen zu bestaunen. Weiterhin hat man von den Gärten eine schöne Aussicht auf die Alhambra und die Stadt Granada.

Der Generalife kann zusammen im Kombiticket mit der Alhambra besichtigt werden. Sollte es vor Ort keine Tickets mehr für die Alhambra geben, so lohnt sich der alleinige Besuch der Gärten der Generalife unbedingt.

Weitere Sehenswürdigkeiten Granada

schmale Gasse im Albaicín
Das alte Araberviertel Granadas
Bazar in Granada
Abrabischer Bazar
Kirche San Nicolas in Granada
Aussichtsplatz San Nicolas

Granada - Albaicín altes Stadtteil mit orientalischem Flair

Das Albaicín ist Granadas altes, gut erhaltenes Araberviertel und das älteste Stadtviertel der Stadt. Während der Blütezeit der maurischen Herschaft gab es mehr als 30 Moscheen im Albaicín.

Das Albaicín liegt auf einem Hügel gegenüber der Alhambra und ist geprägt durch viele Treppen, steile schmalen Gassen und kleine alte, weiße Häuser. Aufgrund das es fast immer bergauf oder bergabgeht, sollte man entsprechendes Schuhwerk tragen und besser auf High Heels verzichten. Das Albaicín ist tagsüber absolut sehenswert mit orientalischen Läden und Teehäusern, abends ist dass Stadtteil sehr lebhaft mit mehreren Tapas Bars, Restaurants und Straßenkünstlern.

Mirador de San Nicolas - Aussicht auf die Alhambra

Wenn man im Stadtteil Albaicín immer weiter den Berg hochwandert, so gelangt man zur Kirche San Nicolas. Vom Platz vor der Kirche San Nicolas hat man einem atemberaubenden Panoramablick auf die malerische Alhambra. Eine fantastische Aussicht, vom Aussichtsplatz kann man die Alhambra als ganzes sehen. Ein wahres Postkartenmotiv. Am Platz gibt es mehrere kleine Lokale und teilweise sorgen Straßenmusikern für eine tolle Stimmung.

Sacromonte - Höhlenwohnungen und Flamenco

Sacromonte ist ein sehr alter, malerischer und idyllischer Stadtteil Granadas, gelegen auf einen steilen Hügel. Von Sacromonte hat man eine herrliche Aussicht auf Granada und auf die Alhambra.

Berühmt ist Sacromonte aufgrund der vielen schönen Höhlenwohnungen, die hier in den Berg gebaut sind. In Sacromonte befindet sich ein sehr kleines, aber hoch interessantes Höhlen - Museum "El Museo Cuevas del Sacromonte", in dem man vieles über die Geschichte der Höhlenwohnungen von Sacromonte erfahren, sowie eine schöne Höhlenwohnung besichtigen kann.

In Sacromonte sind viele kleine Restaurants teilweise romantisch mit schönen Dachterrassen, sowie urige Höhlen Bars, in denen öfters Flamenco Shows angeboten werden. Das Lokal "Venta el Gallo", ist besonders für temperamentvolle und leidenschaftliche Flamenco Shows zu empfehlen.

Huerta de San Vicente - Federico Garcia Lorca

Die Villa "Huerta de San Vicente", wunderschön im "Federico García Lorca Park" von Granada gelegen, diente von 1926 - 1936 der Familie García Lorca als Sommerhaus und ist heute ein kleines Museum. Federico García Lorca (1898 - 1936), Spaniens wohl bekanntester Dichter und Dramatiker schrieb hier viele seiner Werke. Das Museum ist entsprechend der damaligen Zeitepoche möbliert und zeigt wie die Familie García Lorca lebte. Des weitern sind im Museum Originalzeichnungen und Grafiken von Federico García Lorca ausgestellt.

Der große Dichter wurde am 19. August 1936 in der Nähe der Stadt Granada von General Francos Schergen gefangen genommen, ermordet und vermutlich in einem der vielen Massengräber verscharrt. Als Grund der Ermordung wird seine sozialistische politische Einstellung, sowie seine Homosexualität vermutet. Federico García Lorcas Leiche wurde nie gefunden.
Parque Federico García Lorca, Calle Virgen Blanca, 18004 Granada

"Granada ist eine Stadt der Muße, eine Stadt der Beschaulichkeit und der Phantasie, eine Stadt, darin der Verliebte besser als irgendwo anders den Namen seiner Liebe auf den Boden schreibt. Die Stunden in Granada sind länger und gehaltvoller als in jeder anderen Stadt in Spanien."
Federico Garcia Lorca (1898 - 1936)

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